
Laurel & Hardy
Zwischen Bratwurstgeruch und Pizzaduft versuchen zwei Herren ein Klavier abzuliefern. Der eine Herr trägt eine schmale Krawatte, der andere eine Fliege. Aber: es will nicht, das verflixte Klavier. Es fällt Treppen herunter, über Füße hinweg, durchs Fenster, in den Teich. Zum Schluss ist alles kurz und klein geschlagen. Das Klavier, die Lieferanten in Krawatte und Fliege, das Domizil des Klavierempfängers. Dick & Doof bzw. Laurel & Hardy bzw. Stan & Oli trieben gestern in vier Kurzfilmen ihr Unwesen in der Filmfest Open-Air Reihe im Innenhof des Gasteigs.
Für ein Open Air sind diese Filme wirklich wunderbar. Man kann jederzeit dazustoßen, hat innerhalb einer hundertstel Sekunde die Handlung verstanden und alle kichern gemeinsam vor sich hin, wenn die beiden Hutträger auf der Leinwand Weihnachtsbäume zu verkaufen versuchen oder einem Ladenbesitzer das Leben schwer machen. Immer nach dem Prinzip: Laurel & Hardy und die Kunst der Zerstörung. Auch wenn es sich mehr um ein glucksendes als um ein grölendes Gelächter handelte, die Filme funktionieren noch. Vor allem bei einem Glas Wein. Die Herausforderer von Dick und Doof im Open Air sind in den nächsten Tagen u.a. Jacques Tati, die Blues Brother und Leslie Nielsen!

Das wird schwer für Leslie
Stimmt, die Gags funktionieren immer noch, auch wenn sie manchmal etwas schmerzhaft wirken.